Abschluss Mitgliederwerbekampagne “Frauen.Macht.Zukunft.”

32.341 Neumitglieder und gestärktes Verbandsbewusstsein

kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil (rechts) verkündete die Neumitglieder-Zahlen.

Foto: kfd/Tina Umlauf

 

Heil: „Eine erfolgreiche Imagekampagne nach außen und verbandsintern”
Opladen: „kfd wichtige Partnerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern”

Über 32.000 Neumitglieder, ein gestärktes Zugehörigkeitsgefühl, Stolz auf den eigenen Verband und Motivation für die Zukunft – das ist die Bilanz von “Frauen.Macht.Zukunft.”: Die bundesweite Mitgliederwerbekampagne der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. ist nach drei Jahren Laufzeit am Samstag, 30. September mit einem großen Finale zu Ende gegangen.

Gemeinsam Rückschau halten auf die Erfolge und in die Zukunft starten, dazu hatte der Bundesverband nach Köln eingeladen. Rund 1.100 Frauen aus ganz Deutschland waren dieser Einladung gefolgt.

Die kfdBundesvorsitzende Mechthild Heil dankte allen an der Kampagne Beteiligten, besonders den ehrenamtlichen Werberinnen und den Neumitgliedern: “Wir haben alle erkannt, dass sich etwas tun muss – die Gesellschaft verändert sich, die Kirche verändert sich, und das verändert auch die Verbändewelt. Änderungen können eine große Herausforderung sein, doch Sie, liebe kfd-Frauen, haben sich mit dem typischen kfd-Tatendrang in diese Aufgabe gestürzt. Denn jede einzelne Stimme zählt. Und ohne Ihre Stimme, liebe Neumitglieder, wären wir viel leiser. Danke, dass Sie auch in Zukunft mit uns laut sind.”

Auch die ehemalige Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen betonte die Notwendigkeit, als etablierter Verband weiter um Neumitglieder zu werben. Sie war 2014 Initiatorin der Kampagne:”Für mich gibt es vor allem zwei Gründe für eine Mitgliedschaft in der kfd: Erstens ist das die tolle Gemeinschaft vor Ort, wo Frauen sich zusammenschließen und gemeinsam etwas tun. Zweitens ist die kfd eine unverzichtbare Partnerin beim Thema Gleichstellung. Wenn ich mir anschaue, wie der Frauenanteil im deutschen Bundestag gesunken ist, dann ist klar: Wir müssen dranbleiben und sind
nur gemeinsam stark.”

Begleitet von einer Samba-Trommelgruppe zogen die Frauen in einer Prozession mit Fahnen, Bannern und Flaggen zum Kölner Dom. Dabei hielten sie die zentralen Forderungen der Kampagne hoch: “Eigene Gottesdienste für Frauen”, “Damit die Kirche im Dorf bleibt” oder “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit” waren drei der acht Kernaussagen.

Im Dom feierten sie ab 12 Uhr unter Leitung von je sechs Geistlichen Begleiterinnen und Präsides der kfd den Wortgottesdienst “Kommt in mein Haus” (Apg 16,15).
Nach Begrüßung durch Domdechant Msgr. Robert Kleine, zudem Präses im kfd-Diözesanverband Köln, führten Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Begleiterin im kfd-Bundesverband, und Bundespräses Pater Dominik Kitta OPraem durch die 45-minütige Wortgottesfeier, in deren Mittelpunkt die Purpurwollenhändlerin Lydia stand.
Die erste getaufte Christin lud alle Menschen vorbehaltlos in ihr Haus ein – ein Bild, das auch die kfd vorleben möchte. So wurde das Südquerhausfenster, kreiert vom Künstler Gerhard Richter auch “Richterfenster” genannt, Teil der Liturgie:
“Auch wenn die kfd mehr als dreimal so viele neue Mitglieder hat wie das Richterfenster Farbquadrate, passt das Fenster wunderbar zu uns. Die kfd ist dank ihrer vielen unterschiedlichen Mitglieder bunt und vielfältig; jede Frau trägt mit ihren Talenten und Charismen zum Gelingen des großen Ganzen bei. Durch die Mitgliedschaft und Mitwirkung jeder einzelnen von uns wird die kfd zu der einzigartigen kraftvollen Gemeinschaft; das strahlt auch das Fenster aus.”
Beim Bühnenprogramm, durch das WDR-Moderatorin Susanne Wieseler führte, betonte Bundesvorsitzende Mechthild Heil den unerwartet hohen Gewinn durch die Kampagne:
“Viele kfd-Frauen haben uns Rückmeldung gegeben, dass sie erst durch die Kampagne richtig verstanden haben, wie wichtig es ist, in einem so großen, tollen Verband zu sein, der etwas bewegen kann. Das ‘Wir-Gefühl’ über alle Ebenen wurde gestärkt, das Verbandsbewusstsein gefestigt. Die Frauen trauen sich jetzt, so richtig zu zeigen, wie stolz sie auf ‘ihre große kfd sind. Wir wollten immer mit der Kampagne neben der allgemeinen Öffentlichkeit auch in den Verband hineinwirken, aber mit einem so starken Zuspruch hatten wir nicht zu rechnen gewagt. Toll.”
Flankiert wurde das Programm von Talks mit sog. Werbebotschafterinnen und Kampagnen-Models, alle ehrenamtliche kfd-Frauen, die sich als Werberinnen oder Werbegesichter besonders stark in die Kampagne eingebracht hatten. Ein Video mit Kampagnen-Highlights, eine “News-Show” mit Ausblick in die Zukunft, Musik, Tanz und Improtheater sorgten zusätzlich für viel gute Laune trotz des starken Regens.
Die Kampagne “Frauen.Macht.Zukunft.”
Die Kampagne setzte von Beginn an darauf, über alle Ebenen (Bundes-, Diözesan-, Dekanats­ebene) hinweg alle Mitglieder für die Notwendigkeit der Werbung zu sensibilisieren. Mitgliederrückgang hat unterschiedliche Gründe, etwa demografische Entwicklung, die geringere Bereit­schaft, sich über ein Ehrenamt dauerhaft zu binden, oder das allgemeine Image der katholischen Kirche.
Der Bundesverband setzte daher auf eine interne Mobilisierung: Im Rahmen eines Model-Wettbewerbs unter den Mitgliedern wurden 15 starke kfd-Frauen aller Altersgruppen die direkt von den Verbandsmitgliedern gewählt, deren Gesichter bundesweit Plakate, Anzeigen und Flyer zierten. Ehrenamtliche sog. Werbebotschafterinnen wurden gesucht, die sich in mehreren Modulen mit Rollenspielen und Gesprächssituationen schulen ließen. Dafür produzierte der Bundesverband Schulungsmaterialien, Infobroschüren und Werbemittel.
Auch 2018 wird der Werbe-Bus “kfd-Mobil” nach 2016 und 2017 weiter durch die 21 Diözesan- und Landesverbände rollen, um Frauen bei der Mitgliederwerbung zu unterstützen. Die Werbung gilt es, fortan auch außerhalb einer Kampagne fest im Verbandsalltag zu verankern.
Text + Bilder Pressestelle kfd Bundesverband

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