kfd Stadtverband bei der
Quirinus-Wallfahrt am 29. April 2010

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kfd Stadtverband bei der Quirinus-Wallfahrt am 29.04.2010

kfd Hl. Dreikönige, St. Marien, St. Pius und St. Quirin organisieren die Wallfahrt für Frauen in Neuss am 29. April 2010

“Lasst uns miteinander gehen …”

Wallfahrt der kfd-Gruppen der Pfarreiengemeinschaft Neuss-Mitte

Im vorherigen Jahr jährte sich der 800. Jahrestag der Grundsteinlegung des Quirinusmünster und es war das erste Jahr nach der Erhebung des Münsters zur Basilika durch Papst Benedikt XVI. Bei der diesjährigen Quirinusoktav beteiligten sich viele Gruppen an einer Wallfahrt zum Stadtpatron von Neuss, dem Hl. Quirinus.

Die Frauengemeinschaften von Hl. Dreikönige, St. Marien, St. Pius und St. Quirin hatten den Gedenktag der Hl. Katharina von Siena (29. April) dafür ausgewählt. In einer stattlichen Prozession von über 100 Frauen gingen sie, Fürbitten betend und unter dem Gesang des Quirinusliedes, von der Alten Post über Neustraße und Münsterplatz zur Basilika. An der Spitze ging Pfarrer Korfmacher als Wallfahrtspriester und Vorstandsmitglieder mit Kreuz, Kerze und kfd-Fahne.

Nach dem Einzug ins Münster wurde die mitgetragene und mit dem kfd-Symbol gestaltete Wallfahrtskerze von Oberpfarrer Assmann, der die Wallfahrt begleitet hatte, neben dem Quirinusschrein entzündet.

Bei der anschließenden Führung über die Pilgeremporen erhielten wir interessante Informationen. So war zu erfahren, dass das Gotteshaus über den eigentlichen Bedarf der Stadt hinaus deshalb so groß gebaut worden war, weil damals sehr viele Pilger nach Neuss kamen. Es ist zu vermuten, dass die weiträumigen Emporen über den Seitenschiffen auch als Schlafstätten dienten.

Bei der anschließenden Eucharistiefeier mit Oberpfarrer Assmann und Pfarrer Korfmacher  fiel der begeisterte Gesang der vielen Frauenstimmen auf. In seiner Predigt ging Oberpfarrer Assmann auf das Leben der Tagesheiligen Katharina von Siena ein.

Im 14. Jahrhundert als 24. Kind einer Färberfamilie in der Toskana geboren, zeigte sie schon sehr früh Glaubensbegeisterung und Führungstalent. Da sie nicht lesen und schreiben konnte, diktierte sie ihre Briefe an Bischöfe und Päpste und redete ihnen direkt und unverblümt ins Gewissen. Sie reiste sogar nach Avignon, um Papst Gregor XI. zu bewegen, wieder nach Rom zurückzukehren.

Sie ist ein Vorbild auch für unsere Zeit, mutig den Glauben zu bezeugen, allein und in der Gemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Wallfahrerinnen im Kardinal-Frings-Haus beim Pilgerkaffee stärken. Oberpfarrer Assmann dankte allen Beteiligten, unter ihnen die Vorsitzende des kfd-Stadtverbandes Petra Indenhuck. Sein besonderer Dank galt den an der Vorbereitung und Durchführung beteiligten Vorstandsteams unter der Federführung von Elisabeth Schlangen aus St. Marien.

Es war ein eindrucksvoller Tag, der nachwirken wird. Ganz im Sinne des kfd-Liedes, dessen Beginn in der Überschrift angeführt ist. Die letzten Verse lauten: „Lasst uns miteinander gehen, Frauen auf dem Wege, Schritt für Schritt, Schritt für Schritt; Kraft und Glauben teilen wir uns mit: Leben aus der Hoffnung.“

Heidi Lorenz

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